Allgemeine Geschäftsbedingungen
der workolution GmbH für die Erbringung von Administrations-, Beratungs-, Marketing- und
Informatik-Dienstleistungen sowie den Verkauf von Produkten

vom 01. März 2020 / Version 1.0

1. Anwendungsbereich und Geltung

a) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln zusammen mit einem individuellen Dienstleistungsvertrag (nachfolgend „Vertrag“) Abschluss, Inhalt und Abwicklung von Verträgen für die Erbringung von Administrations-, Beratungs-, Marketing- und Informatik-Dienstleistungen (nachfolgend „Dienstleistungen“) sowie für den Verkauf von Produkten (nachfolgend «Produkte») durch die workolution GmbH (nachfolgend „Auftragnehmer“) zugunsten von Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“).

b) Enthalten der Vertrag und die AGB voneinander abweichende Regelungen, so gehen die Bestimmungen des Vertrages denjenigen der AGB grundsätzlich vor. Sind jedoch die Bestimmungen des Vertrages unklar oder unvollständig, gelten die Bestimmungen der AGB.

c) Die AGB gelten durch die Annahme der Offerte durch den Auftraggeber als akzeptiert.

d) Die Geltung von allfälligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers wird hiermit ausgeschlossen.

Gender-Mainstreaming, Politik und Religion
Sämtliche Dokumente der workolution sind in männlicher Form gehalten. Dies dient der Einfachheit und besseren Lesbarkeit. Bei workolution sind immer sämtliche Geschlechter (Männlich, Weiblich und Divers) gleichgestellt und werden in gleichem Masse geschätzt und respektiert. Workolution verpflichtet sich ebenfalls, unabhängig von sämtlichen Partnern und Kunden, jederzeit politisch neutral zu sein. Wir respektieren und tolerieren alle Religionen und religiösen Ausrichtungen sofern sie mit Schweizer Recht im Einklang stehen und bekennen uns als Firma zum Atheismus.

2. Vertragsschluss

a) Die Offerte des Auftragnehmers erfolgt unentgeltlich, sofern nichts anderes vereinbart ist.

b) Die Offerte ist während der vom Auftragnehmer genannten Frist verbindlich. Benennt der Auftragnehmer keine Frist, ist der Auftragnehmer vom Datum der Offerte an während 1 Monat an die Offerte gebunden.

c) Der Vertrag zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber (nachfolgend „Vertrag“) kommt durch schriftliche Bestätigung der Offerte durch den Auftraggeber zustande.

3. Erbringung der Dienstleistungen

a) Der Auftragnehmer erbringt die Dienstleistungen in seinen eigenen Räumlichkeiten mit seinem eigenen Material und Personal.

b) Der Auftragnehmer erbringt die Dienstleistungen gemäss dem mit dem Auftraggeber vereinbarten Zeitplan bzw. dem vom Auftraggeber gewählten Paket/Abonnement.

c) Der Auftragnehmer verpflichtet sich, die ihm obliegenden Vertragsleistungen mit der gebührenden Sorgfalt zu erbringen, unter Ausnutzung des neusten Stands von Wissenschaft und Technik und mit bestehendem und während der Laufzeit dieses Vertrags hinzugewonnenen Know-hows.

d) Der Auftragnehmer informiert den Auftraggeber regelmässig über die Erbringung der Dienstleistungen und zeigt ihm sofort alle Umstände an, welche die vertragsgemässe Erfüllung gefährden.

e) Der Auftragnehmer setzt sorgfältig ausgewählte und gut qualifizierte Mitarbeiter für die Erbringung der Dienstleistungen ein. Dem Auftragnehmer obliegt die Gesamtverantwortung für die Erbringung der Dienstleistungen. Der Auftragnehmer kann in eigenem Ermessen Aufträge oder einzelne Arbeitsschritte an Subunternehmen oder Freischaffende Mitarbeitende zur Erledigung abgeben.

f) Die Erbringung der Dienstleistungen gilt sozialversicherungsrechtlich als selbständige Erwerbstätigkeit. Der Auftragnehmer ist dafür besorgt, die Sozialversicherungsbeiträge (AHV, IV, EO, ALV, etc.) für sich und seine Mitarbeiter abzurechnen. Der Auftraggeber schuldet dem Auftragnehmer und seinen Mitarbeitern keine Sozialversicherungsbeiträge oder anderweitige Entschädigungsleistungen, namentlich bei Ferien, Krankheit, Unfall Invalidität oder Tod.

g) Der Auftragnehmer erbringt seine Dienstleistungen mit Hilfe von Informatikmitteln und Automatisierungen. Die Datenverarbeitung findet unter Einhaltung des Schweizer «Bundesgesetz über den Datenschutz» sowie der EU «Datenschutz-Grundverordnung» statt, jedoch nur für die Daten, welche vom Auftragnehmer verarbeitet von ihm gesichert werden. Für die Datenverarbeitung und -sicherung beim Auftraggeber trägt der Auftragnehmer keine Haftung.

4. Verkauf von Produkten

a) Der Auftragnehmer kann zur Erfüllung seiner Dienstleistungen Produkte an den Auftraggeber verkaufen und/oder installieren. Die Preise werden berechnet ab Werk, inklusive Steuern, in Schweizer Franken ohne Abzüge. Verpackung, Porti und Frachtkosten werden separat verrechnet.

b) Der Auftraggeber übernimmt alle Arten von Steuern, Abgaben, Gebühren, Zöllen und dergleichen, die im Zusammenhang mit dem Vertrag oder Produkt erhoben werden.

c) Der Auftragnehmer bleibt Eigentümer der gelieferten Objekte und Produkte, bis er die Zahlung gemäss Vertrag vollständig erhalten hat. Der Auftraggeber ermächtigt den Auftragnehmer, ab dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses die Eintragung gemäss Art. 715 ZGB ins öffentliche Eigentumsvorbehaltsregister am jeweiligen Wohnort oder Domizil des Auftraggebers zu veranlassen.

d) Solange der Eigentumsvorbehalt andauert, darf der Auftraggeber nicht über die gelieferten Gegenstände verfügen. Vor allem darf er sie nicht verkaufen, vermieten oder verpfänden.

e) Die Gewährleistung und Garantie der gelieferten Produkte werden grundsätzlich durch den Hersteller bzw. Lieferant erbracht. In jedem Fall ist der Auftragnehmer nicht Vertragspartner für Gewährleistungen jeglicher Art, bis auf die, welche durch den Auftragnehmer selbst verursacht wurden.

5. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

a) Der Auftraggeber bietet dem Auftragnehmer jede Unterstützung, die zur Erbringung der Dienstleistungen benötigt wird oder vernünftigerweise erforderlich ist.

b) Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer sämtliche Unterlagen, Materialien, Hardware, Datenträger etc. zur Verfügung, die für die Erbringung der Dienstleistungen erforderlich oder nützlich sind, unabhängig davon, ob diese im Vertrag im Einzelnen spezifiziert sind.

c) Sofern der Auftragnehmer seine Leistungen oder Teile davon in den Räumlichkeiten des Auftraggebers zu erbringen hat, stellt der Auftraggeber dem Auftragnehmer rechtzeitig geeignete Räume zur Verfügung.

d) Der Auftraggeber prüft die ihm im Laufe der Vertragserfüllung gelieferten Arbeitsresultate und Zwischenresultate laufend. Er führt diese Prüfung so rasch als im Rahmen des normalen Geschäftsganges möglich, spätestens nach Ablauf 30 Tagen seit der Ablieferung, durch. Allfällige Einwendungen und Mängel teilt der Auftraggeber dem Auftragnehmer unverzüglich mit.

6. Vergütung

a) Die Art der Vergütung der Dienstleistungen richtet sich nach dem Vertrag. Sofern die Parteien eine Vergütung nach Zeitaufwand vereinbart haben, stellt der Auftragnehmer dem Auftraggeber monatlich Rechnung.

b) Die Vergütung des Auftragnehmers wird innert 10 Tagen nach Rechnungsstellung durch den Auftraggeber fällig.

c) Der Auftragnehmer kann sämtliche Forderungen ohne Rücksprache und zu jeder Zeit an Dritte («Factoring») abtreten.

7. Geheimhaltung

Die Parteien sind verpflichtet, alle Informationen, die sie im Rahmen dieser Vereinbarung von der jeweils anderen Partei erlangt haben oder erlangen werden, vertraulich zu behandeln. Vertraulich ist insbesondere Folgendes: Kunden- und Personendaten, finanzielle Vereinbarungen, besondere Vereinbarungen, die von diesen AGB abweichen. Die Geheimhaltungspflicht besteht schon im Offert Stadium und auch nach Beendigung des Vertrags für mindestens 5 Jahre.

8. Eigentums-, Inhaber- und Immaterialgüterrechte

a) Sämtliche Rechte an den Ergebnissen der Dienstleistungen, namentlich Eigentumsrechte, Inhaberrechte, Immaterialgüterrechte (insbesondere, aber nicht abschliessend an Erfindungen, Know-how, Urheberrechte und sonstigen immateriellen oder gewerblichen Schutzrechten, unabhängig davon, ob diese registriert sind oder nicht), einschliesslich des Rechtes zur Anmeldung von Schutzrechten sowie das Recht zur Änderung und zur Weiterübertragung von Schutzrechten an Dritte bleiben ohne weitere Kosten bei dem Auftragnehmer.

b) Werbung und Publikationen über die dem Auftraggeber gegenüber erbrachten Dienstleistungen bedürfen der Zustimmung des Auftraggebers. Jedoch ist die Nennung des Auftraggebers als «Kunde» auf der Webseite des Auftragnehmers ausdrücklich erlaubt und bedarf keine weitere Zustimmung des Auftraggebers.

c) Der Auftraggeber vergütet dem Auftragnehmer allfällige durch die Änderungen entstehende Mehrkosten.

d) Softwarecode, Automatisierungen, Programme und andere Informatikmittel, welche der Auftraggeber zur Erfüllung seiner Dienstleistungen einsetzt, bleiben grundsätzlich im Eigentum und Urheberrecht des Auftragnehmers. Die Herausgabe oder Veröffentlichung sowie Einsichtnahme des Auftraggebers wird explizit abgelehnt.

9. Verzug

a) Der Auftraggeber ist für die rechtzeitige Zahlung der Vergütung innert der Zahlungsfrist besorgt. Bei Zahlungsverzug schuldet der Auftraggeber einen Verzugszins von 5%. Hat der Auftragnehmer Zweifel hinsichtlich der vertragsgemässen Einhaltung der Zahlungsbedingungen oder erschwert sich das Inkasso von Forderungen, kann der Auftragnehmer auch eine Vorauszahlung oder Sicherheit verlangen.

b) Bei Terminverzug des Auftragnehmers räumt ihm der Auftraggeber eine angemessene Nachfrist ein.

10. Gewährleistung

a) Der Auftragnehmer gewährleistet eine getreue und sorgfältige Ausführung seiner Dienstleistungen.

b) Beim Einsatz von Mitarbeitern und Dritten gewährleistet der Auftragnehmer die getreue und sorgfältige Auswahl (fachliche und persönliche Eignung) und Instruktion.

11. Haftung

Ist dem Auftraggeber wegen ungetreuer oder unsorgfältiger Ausführung der Dienstleistungen oder wegen ungetreuer oder unsorgfältiger Auswahl und Instruktion beim Einsatz von Mitarbeiter ein Schaden entstanden, haftet der Auftragnehmer dem Auftraggeber gegenüber für Schadenersatz. Die Haftung für Personenschäden ist unbegrenzt. Soweit gesetzlich zulässig ist die Haftung für Sach- und Vermögensschäden auf insgesamt CHF 100’000.- pro Vertrag beschränkt. Ausgeschlossen ist die Haftung in jedem Fall für entgangenen Gewinn, soweit gesetzlich zulässig.

12. Vertragsdauer und Kündigung

a) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Abonnemente («Pakete») werden grundsätzlich auf ein Kalenderjahr abgeschlossen.

b) Jede Partei hat das Recht, den Vertrag bzw. das Abonnement mit einer Frist von 90 Tagen zum Monatsende («Vertrag») bzw. zum Abonnements-Ende («Abonnement») ordentlich, schriftlich zu kündigen. Die ausserordentliche Kündigung aus wichtigen Gründen bleibt vorbehalten.

c) Der Auftragnehmer kann vom Vertrag bzw. vom Abonnement jederzeit zurücktreten, wenn absehbar ist, dass der Auftraggeber seinen finanziellen Pflichten nicht in geeigneter Frist nachkommen kann.

d) Nach Vertrags- bzw. Abonnements-Ende wird bei Bedarf die Datenübergabe zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber definiert. Für die Datenaufbereitung oder Datenerstellung wird vorgängig eine Offerte erstellt. Diese Offerte muss vor Auftragsbeginn unterschrieben und die vom Auftragnehmer definierte Anzahlung getätigt worden sein. Sollte die Datenübergabe mehr Zeit als offeriert in Anspruch nehmen, ist dies zu begründen und eine erneute Offerte für die restlichen Arbeiten zu erstellen. Das Vorgehen ist bei sämtlichen Offerten im Zusammenhang mit der Beendigung der Zusammenarbeit dasselbe.

13. Änderungen

Der Auftragnehmer behält sich vor, seine Dienstleistungen und die Preise seiner Dienstleistungen jederzeit anzupassen. Der Auftragnehmer veröffentlicht jeweils die aktuell gültige Version der AGB auf seiner Internetseite unter www.workolution.ch/agb. Erhöht der Auftragnehmer Preise so, dass sie zu einer höheren Gesamtbelastung des Auftraggebers führen oder ändert der Auftragnehmer eine vom Auftraggeber bezogene Dienstleistung erheblich zum Nachteil des Auftraggebers, kann der Auftraggeber die betroffene Dienstleistung bis zum Inkrafttreten der Änderung auf diesen Zeitpunkt hin ohne finanzielle Folgen vorzeitig kündigen. Unterlässt er dies, akzeptiert er die Änderungen. Preisanpassungen infolge Änderung der Abgabesätze (z.B. Erhöhung der Mehrwertsteuer gelten nicht als Preiserhöhungen und berechtigen nicht zur Kündigung.

14. Anwendbares Recht

Der Vertrag untersteht Schweizer Recht.

15. Gerichtsstand

Für allfällige Streitigkeiten aus diesem Vertrag sind die Gerichte in Bern zuständig.

16. Salvatorische Klausel

Wir verweisen explizit auf das Schweizer Obligationenrecht Art. 20ff